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Sorgen – kennen wir alle. Doch was, wenn sie einfach nicht zu stoppen sind? Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist geprägt von „Was wenn…?“-Gedanken. Die Anspannung bleibt dauerhaft und selbst kleine Alltagssituationen können überwältigend wirken. Die Angst ist hier kein gelegentlicher Gast, sondern ein ständiger Begleiter, der den Alltag bestimmt.
Doch es gibt Wege, wieder Vertrauen in sich und seinen Körper zu schöpfen. Eine wirksame Kombination aus gezielter psychotherapeutischer Behandlung, Entspannungsverfahren und medikamentöser Begleitung kann die Sorgen und Ängste deutlich lindern. Wir gehen diesen Weg in unserer privaten Tagesklinik gemeinsam mit Ihnen.
Eine generalisierte Angststörung verschwindet unbehandelt nur sehr selten. Begleiterkrankungen wie Depressionen können den Verlauf zusätzlich erschweren. Deshalb ist eine individuell abgestimmte und professionelle Behandlung unersetzlich. Der Ansatz in unserer privaten Tagesklinik basiert auf den aktuellen Leitlinien und klinischer Erfahrung und zielt darauf ab, Sie nicht nur symptomatisch zu stabilisieren, sondern Sie langfristig zu stärken. Wir setzen dabei auf die Kombination aus:
Ein zentraler Bestandteil unserer Betreuung ist die mögliche nahtlose Begleitung über den teilstationären Aufenthalt hinaus: Wir verlieren Sie nicht aus dem Blick, sondern unterstützen Sie bei Bedarf weiter, damit die in der Therapie erzielten Fortschritte im Alltag bestehen bleiben. Unsere ambulanten Nachsorge hilft Ihnen dabei, Erlerntes zu festigen und in Ihren Lebensalltag zu integrieren.
Die Einzelpsychotherapie bildet mit der kognitiven Verhaltenstherapie den Grundpfeiler Ihrer Behandlung bei einer generalisierten Angststörung. Sie ist anhand der S3-Leitlinie die wirksamste Form der Psychotherapie für die Behandlung von Angststörungen. Sie lernen im Rahmen der Verhaltenstherapie Folgendes:
Sie haben so die Gewissheit – Sie allein können Ihre Gedanken und Ängste steuern und sind ihnen nicht schutzlos ausgeliefert. Sie haben die Macht, Ihre Sorgen zu erkennen und zu durchbrechen.
Um aus dem Kreislauf auszubrechen, setzen wir auf eine behutsame Konfrontation. Verschiedene Ängste können vollständig zu Ende gedacht und in Relation zur Realität gesetzt werden, um diese von katastrophisierenden Gedanken zu lösen. Sie realisieren so, dass die katastrophalen Folgen, die in Ihren Gedanken existieren, aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auftreten werden. Wir setzen ebenso am möglichen Vermeidungs- und Rückversicherungsverhalten an, um beide Verhaltensweisen langfristig abzubauen.
Gezielte Techniken zur Entspannung, etwa das Autogene Training, unterstützen dabei, kreisende Gedanken zu beruhigen und einen Zustand innerer Gelassenheit zu erreichen. Auch Atemübungen oder progressive Muskelentspannung können das Vertrauen in den eigenen Körper wieder stärken und unterstützen dabei, mit Stress besser umzugehen. Insgesamt helfen die Entspannungsmethoden die körperlichen Symptome bei einer generalisierten Angststörung zu lindern.
Welche weiteren Entspannungsmethoden zum Einsatz kommen, richtet sich nach den jeweiligen Möglichkeiten an den einzelnen Standorten. Dazu zählen unter anderem:
Um die umfassende Genesung zu fördern, ergänzen wir die Behandlung durch begleitende Fachtherapien. In unserer Tagesklinik können bei der generalisierten Angststörung insbesondere Angebote aus der Sport- und Kunsttherapie sinnvoll eingesetzt werden. Kreative Ausdrucksformen eröffnen die Möglichkeit, innere Ängste auf indirektem Weg sichtbar zu machen und Emotionen jenseits von Worten auszudrücken. Dadurch wird häufig ein tiefergehender Verarbeitungsprozess angeregt.
Bewegungs- und sporttherapeutische Einheiten stärken zudem die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Sie lernen, körperliche Signale bewusster zu erkennen und angemessen zu interpretieren. Sie werden beispielsweise sehen: ein erhöhter Herzschlag bei sportlicher Aktivität bedeutet nicht, dass eine ausgemalte Katastrophe eintritt. Sie werden nach und nach merken, dass Ihr Körper genau richtig reagiert und funktioniert.
So wächst schrittweise das Vertrauen in den eigenen Körper – eine wichtige Grundlage, um sich belastenden Ängsten selbstbewusst zu stellen.
Bei starkem Leidensdruck kann eine medikamentöse Behandlung die Psychotherapie vorübergehend unterstützen und rasch entlasten. Als alleinige Maßnahme ist sie bei Angststörungen jedoch nicht geeignet und wird ausschließlich begleitend eingesetzt.
In unserer Tagesklinik prüfen wir individuell, ob eine medikamentöse Therapie sinnvoll ist. Zum Einsatz kommen meist moderne Antidepressiva aus der Gruppe der SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) oder SNRIs (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer), die als Mittel der ersten Wahl gelten und in der Regel gut verträglich sind. Die Behandlung erfolgt nach dem Prinzip der niedrigsten wirksamen Dosierung und wird durch unser ärztliches Team engmaschig überwacht und individuell angepasst.
Der Rahmen einer Tagesklinik bietet ideale Bedingungen für die Behandlung von Angststörungen, da therapeutische Unterstützung und Alltag eng miteinander verbunden sind. Sie können neue Bewältigungsstrategien direkt in einem geschützten, professionell begleiteten Umfeld erlernen und erproben. Gleichzeitig bleiben Sie in ihrem gewohnten Lebensumfeld und begegnen weiterhin den realen Herausforderungen Ihres Alltags, statt sich vollständig zurückzuziehen. Dadurch wird Vermeidungsverhalten reduziert und der Transfer therapeutischer Fortschritte in das tägliche Leben gezielt gefördert. Diese enge Verzahnung von intensiver Behandlung und praktischer Alltagserfahrung stärkt nachhaltig die Selbstwirksamkeit und unterstützt eine langfristige Stabilisierung.
„Angst kann lähmen – bei uns wird sie jedoch zur Herausforderung, der wir mutig begegnen. Gemeinsam in unserer Tagesklinik Düsseldorf öffnen wir Wege zu mehr Vertrauen und Gelassenheit.“
Die generalisierte Angststörung ist durch ständige Sorgen und innere Anspannung gekennzeichnet, welche sich nicht auf eine spezifische Situation oder ein einzelnes Objekt beziehen, sondern einen Großteil des täglichen Lebens betreffen. Die Symptome halten in der Regel länger als sechs Monate an und betreffen nicht nur die Psyche, sondern ebenso den Körper.
Da sich die Ängste und Sorgen nicht auf eine spezifische Situation beziehen, sondern Betroffene sich praktisch über alles mögliche Sorgen machen, verbringen sie den Großteil des Tages mit anhaltenden belastenden Gedanken über Szenarien, die eintreten könnten. Ob es ein möglicher Unfall ist, eine Erkrankung, finanzielle Probleme oder gar Sorgen über die Sorge selbst – selbst scheinbar belanglose Situationen reihen sich in das Sorgenkarussell ein.
Betroffene der Angststörung sind in Ihrem Alltag häufig stark eingeschränkt. Jegliche Situationen, die Gefahren mit sich bringen könnten, werden meist gemieden. Auch die permanente Rückversicherung bei vertrauten Personen ist typisch für die generalisierte Angststörung.
Weitere psychische Symptome sind:
Bei den körperlichen Beschwerden einer generalisierten Angststörung kann man sich grundsätzlich an den typischen Reaktionen anderer Angststörungen orientieren. Häufige somatische Symptome sind:
Die genauen Ursachen der generalisierten Angststörung sind nicht vollständig geklärt. Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten jedoch auf ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren hin:
„Das Team hat mich vollumfänglich unterstützt, schnell wieder Sicherheit zu finden. Es wird sehr individuell auf die eigenen Ängste/Bedenken und auch Wünsche eingegangen.“
Ehemalige:r Patient:in
Klinikbewertungen.de (Juli 2025)
Auch für den Freundes- und Angehörigenkreis kann die generalisierte Angststörung belastend sein. Häufig melden Betroffene sich in regelmäßigen Abständen, um über die Sorgen und Ängste zu sprechen oder um sich zu versichern, dass es den Bezugspersonen gut geht. Ein tiefes Verständnis für das Krankheitsbild kann an der Stelle helfen, Konflikten vorzubeugen und Betroffenen unterstützend zur Seite zu stehen.
Motivation zu professioneller Hilfe
Auch wenn es logisch erscheint: ein ständiges Beruhigen der Betroffenen schmälert die Ängste nicht, sondern wirkt höchstens kurzfristig. Um tiefgreifendere Veränderungen zu bewirken, sollten Sie viel eher dazu motivieren, sich professionelle Hilfe zu suchen. In diesem Prozess können Sie ein unterstützender Faktor sein.
Vernachlässigen Sie nicht Ihre eigenen Bedürfnisse
Schränken Sie sich zudem nicht Ihrem eigenen Leben ein. Die Sorgen und Ängste der Betroffenen können sich durchaus auf Sie und Ihren Alltag beziehen – Sie sollten sich davon jedoch nicht beeinflussen lassen, wenngleich Verständnis gegenüber diesen Sorgen wichtig ist. Ihr Leben sollten Sie danach aber nicht ausrichten. Motivieren Sie gerade in diesen Situationen noch einmal zu dem Schritt der professionellen Unterstützung.
Hier finden Sie auf einen Blick alle wichtigen Informationen rund um die generalisierte Angststörung und die Behandlung in unserer teilstationären Privatklinik.
Menschen, die unter einer generalisierten Angststörung leiden, erleben anhaltende und übermäßige Sorgen, die sich nur schwer steuern lassen. Diese Ängste treten häufiger, intensiver oder über einen längeren Zeitraum (mindestens sechs Monate) auf, als es angesichts der tatsächlichen Umstände angemessen wäre.
Die Ängste betreffen unterschiedliche Lebensaspekte und können sich im Laufe der Zeit auch verändern. Häufig drehen sich die Sorgen um berufliche oder familiäre Situationen, die eigene Gesundheit, finanzielle Sorgen sowie die eigene Sicherheit oder die Sicherheit von Bezugspersonen.
Zu den häufigen Symptomen neben der generalisierten Angst zählen:
Ja, grundsätzlich ist die generalisierte Angststörung gut behandelbar und die Ängste lassen sich deutlich lindern. Voraussetzung hierfür ist jedoch meist eine professionelle Therapie, da die Sorgen und Ängste bei dieser Form der Angststörung nur selten von alleine wieder verschwinden.
Die Kosten einer Behandlung in unserer privaten Tagesklinik (Privatklinik) in Düsseldorf werden von den privaten Krankenversicherungen in der Regel vollständig oder bis zu einem gewissen Höchstsatz erstattet, sofern eine medizinische Notwendigkeit durch einen Facharzt oder Psychotherapeuten in einer medizinischen/therapeutischen Stellungnahme dargelegt worden ist. Sollten Sie noch nicht bei einem Facharzt gewesen sein, können wir diese selbstverständlich auch nach einem Erstgespräch mit Ihnen erstellen.
Kriterien für eine medizinische Notwendigkeit einer tagesklinischen Behandlung sind beispielsweise:
Bei Beihilfestellen kann ein Eigenbehalt anfallen. Bitte informieren Sie sich generell bei Ihrer Krankenkasse oder der Beihilfestelle über Ihre individuellen Konditionen. Gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten nehmen wir gerne als Selbstzahler auf.
Mehr zur Kostenübernahme finden Sie hier.